los burros bravos
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2017 Two man one mission

Diesmal war eine Jahresabschlusstour geplant. Mit an Board waren Thorsten und J.R., der Rest hatte leider keine Zeit.

Die Mission:

  • kein festes Ziel
  • max. 7 Tage
  • max. Kilometer
  • wenig Autobahn
  • max. Spaß

Thorsten hat sein nagelneues Zweitmoped (Triumph Explorer) am Start, er hatte es erst am Vortag von der Erstinspektion abgeholt. Ich hatte mich diesmal wieder für die E-Glide entschieden. Thorstens Entscheidung war definitiv ein Fehler, dazu später mehr.

Start / 27.09.

Am ersten Tag haben wir es ruhig angehen lassen. Die Fahrt ging durch den Odenwald über das Taubertal und Jagsttal zur A7. Hier sind wir dann mehr oder weniger das einzige Autobahnstück in Richtung Kempten gefahren. Über den Fernpass ging es dann zum ersten Hotel mit exklusiver Motorradgarage :-)

Tag 2 / 28.09.

Beim Frühstück überlegen wir uns was das nächste Ziel sein könnte. Gardasee kommt schnell ins Gespräch und wetter.com gibt hierzu grünes Licht. Also geht es über das Timmelsjoch und Stilfser Joch und ein paar weitere Pässe an den Gardasee. Wir hatten zwischendurch ausnahmsweise noch eine schnelle Pizza eingeworfen, trotzdem kommt uns eine direkt am See gelegenes Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeit gerade recht. So können wir noch eine Kleinigkeit (fest und flüssig) direkt am See zu uns nehmen und dann auch recht früh in die Kiste gehen.

Tag 3 / 29.09.

Schon beim Abendessen haben wir die heutige Tour besprochen. Es geht über den Comer See (dass Guzzi Museum war leider zu) zum Lago Maggiore. In Arona finden wir nach kurzes suche wieder ein super Hotel (Giardino) direkt am See. Auch hier haben wir mit dem angeschlossenen Restaurant einen kurzen Weg zum Abendessen. Danach machen wir noch einen kurzen Abstecher durch die Stadt, sind aber auch wieder recht früh im Bett.

Tag 4 / 30.09.

Wir fahren ins Piemont und decken uns bei Thorstens Lieblingshotel/Restaurant mit der weltbesten Haselnusscreme ein. Schwätzen noch ein wenig mit der Familie und fahren dann über die Ligurischen Alpen nach Sanremo weiter. Hier wird dann auch Thorstens Moped seinen ersten Schaden abbekommen. Ein Busfahrer bleibt an den Koffern hängen und das Moped fällt um. Zum Glück ist außer einer Delle im Koffer nichts passiert und so beziehen wir ein Hotel gleich um die Ecke.

Tag 5 / 01.10.

Abstecher nach Monaco, ein paar Schnappschüsse und schon geht es weiter Richtung Grand Canyon du Verdun. Und hier erwischt uns der erste Regen. Habe einen Flashback und fahre hier wie auf Eiern. In 1995 hat es mich hier bei einsetzenden Regen mit der Gold Wing erwischt und ich hatte einen ordentlichen Highsider mit Schulterbruch. Zum Glück hört der Regen bald auf und wir können es richtig krachen lassen. Die Fahrt geht über schöne Strecken bis nach Grenoble, dort beziehen wir auch mitten in der Stadt unser Hotel.

Tag 6 / 02.10.

Wir fahren um die Alpen über Besançon nach Belfort, dort möchten wir in die Vogesen "einsteigen" und hier auch nochmals Zwischenübernachten bevor es nach Hause geht. Irgendwo bei Besançon steigen wir nach einer kurzen Pause wieder auf das Moped. Bei Thorsten tut sich erst nichts, dann spinnen die Anzeigen, doch dann springt die Maschine an als wäre nichts gewesen. Doch während der Weiterfahrt gibt immer mal wieder ein paar Meldungen. In Belfort geht schließlich nichts mehr, hier ist die Maschine nach einer weiteren kurzen Rast einfach tot. Ich tippe auf ein Problem mit der Masse, wir können jedoch nichts finden und auch Starthilfe brachte nichts. Also ADAC anrufen. Dieser teilt Thorsten mit, dass es ca. 2-3 Stunden dauert bis jemand da ist und dass sie ihn bis zum nächsten Händler in Deutschland abschleppen. Stellt sich die Frage was macht man am 03.10. vor der Tür eines geschlossenen Händlers? Da Thorsten am 04.10. wieder arbeiten muss, beschließen wir, dass ich nach Hause fahre und ihn dann mit einem Anhänger irgendwo in Deutschland abhole. Inzwischen ist es später Nachmittag und es setzt Regen ein. Bei Karlsruhe ist es fast schon dunkel, es regnet immer noch und die Autobahn ist voller Baustellen. Sicht gleich null, der Gegenverkehr blendet einfach zu stark. Im Rückspiegel mit gefühlten 5 Meter Abstand drängeln die LKWs, ich habe seit Langen wieder richtig schiss auf dem Moped und beschließe mich an einen LKW zu hängen und sobald ein weiterer hinter mir aufläuft diesen zu überholen und dann mir den nächsten zu suchen. Gegen 22:00 komme ich ziemlich fertig in Münster an, ziehe einen Kaffee und stelle mich schon auf die Abholung von Thorsten ein. Doch nach einem Anruf erfahre ich, dass ihn der nette ADAC Fahrer zum Glück zuhause abliefert. Am nächsten Morgen habe ich einen ordentlichen Muskelkater, so verkrampft habe ich die Regenfahrt auf dem Bock gesessen.

Epilog

Thorsten war dann auch irgendwann nachts zuhause, sein Moped hatte ein loses Massekabel unter dem Tank. Es hat aber so viele elektronische Teile "gebraten" dass das Moped nie mehr richtig zum Leben erweckt werden konnte und rückabgewickelt wurde. Die gefahrene Gesamtstrecke betrug rund 2.800km, was für uns (wir nehmen den letzten Tag mal raus) ein sehr schöner Saisonabschluss war.

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